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Blutspendertag: Riesige Defizite !!!

Am heutigen Weltblutspendertag weisen Hilfsorganisationen auf riesige Defizite hin. In Österreichs Spitälern werden pro Jahr rund 500.000 Blutkonserven gebraucht. Mit 66 Prozent weist Österreich in der EU den höchsten Spenderanteil auf.
Österreich mit höchstem Spenderanteil in EU
Der EU-Schnitt liegt nur halb so hoch. Laut einer von der EU-Kommission in Brüssel veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage liegt Österreich damit an der Spitze vor Frankreich (52), Griechenland und Zypern (je 51). Schlusslicht ist Portugal mit 22 Prozent. Der EU-Durchschnitt liegt bei 37 Prozent.
Hinter den ersten vier Ländern folgen bei der Blutspendewilligkeit Lettland und Slowenien (je 48 Prozent), Estland und Litauen (je 46), Finnland (45), Ungarn (44), Bulgarien (43), Spanien und Deutschland (je 41).
Dahinter folgen Irland (38), Dänemark und Großbritannien (je 37), Belgien (36), Luxemburg (35), die Slowakei (34), die Niederlande und Rumänien (je 32), Tschechien und Schweden (je 30), Malta (29), Polen (25), Italien (23) und Portugal (22).
40- bis 54-Jährige am spendefreudigsten.
Zahl der Spender nimmt zu
Laut Brüsseler Behörde hat die Zahl der Blutspender seit 2002 insgesamt um sechs Prozent zugenommen. Unter den Blutspendern gibt es mehr Männer als Frauen (EU-Schnitt 44 Prozent gegenüber 31 Prozent). Die meisten Blutspender (46 Prozent) gibt es unter den 40-bis 54-Jährigen.
Keine Probleme mit Hygiene.
Die hygienische Situation beim Blutspenden ist in Österreich kein Problem. Doch es mangelt regelmäßig an Bluspendern. Etwa 3,7 Prozent der Österreicher spenden Blut.
Dieser Anteil ist zwar in den vergangenen Jahren relativ konstant geblieben, zu Engpässen kommt es aber immer wieder im Winter während der Grippezeit und in den Sommermonaten wegen der Urlaubssaison.
Aufruf des Roten Kreuzes
Auch für die Zeit der Fußball-WM befürchtet man beim Roten Kreuz mit der größten Blutspendezentrale in Wien, dass die Menschen einfach auf diesen Dienst an der Allgemeinheit vergessen. Das Rote Kreuz (RK) ruft daher zu Blutspenden auf.
Vergangenes Jahr wurden vom RK in Österreich 456.000 Blutkonserven ausgeliefert. Sie stammten aus 301.000 Blutspenden.
Der seit 2004 begangene Weltblutspendertag erinnert an den am 14. Juni 1868 geborenen und aus Österreich stammenden Blutgruppen-Entdecker Karl Landsteiner.
Pro Jahr könnten allein 150.000 Frauen gerettet werden.
82 Prozent aller Menschen ohne Zugang
82 Prozent aller Menschen haben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) keinen Zugang zu sicheren Spenden. Mit genug Blutersatz könnten allein 150.000 Frauen jährlich gerettet werden, die bei Schwangerschaftsproblemen oder Geburten sterben.
Weltweit werden pro Jahr etwa 75 Millionen Spenden benötigt.